Letzten Sommer (2015) waren wir für 4 Tage in Kiew um einen guten Freund zu besuchen. Eigentlich wäre Kiew, aufgrund der derzeitigen Lage des Landes nicht unbedingt auf unserer Reiseliste gestanden, da aber unser Freund bereits 3 Jahre dort war und kurz vor dem Umziehen stand, war es praktisch höchste Eisenbahn für uns ihn noch einmal dort zu besuchen.

Kiew – Hauptstadt der Ukraine

Schon bei der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Kiew fällt die interessante Architektur und die vielen Grünflächen der Stadt auf. Bei der Taxi Fahrt sieht man schon einige der futuristisch anmutenden Bauten die großteils in den 80ern und 90ern entstanden sind und zeitweise so was von abgespaced sind, dass man gar nicht mehr wegschauen kann.

IMG_3875 architektur kiew

 

Sehenswürdigkeiten in Kiew

In Kiew gibt es einiges zu sehen. Aufgefallene Soviet Architektur und bombastische Soviet Staatsbauten, prunkvolle Kirchen und Klöster und sehr schöne Parks und Einkaufsstraßen. Grundsätzlich ist die Stadt vom Vibe und den jungen Leuten her, eigentlich nicht viel anders als Wien oder Berlin und wir waren fast ein wenig verblüfft davon. Der große Markt am Beginn der Andreas Gasse jeden Samstag hat einen Schwerpunkt auf „made in Ukraine“ Produkte und wirkt grundsätzlich sehr hip und kreativ. Und auch die Idee jeden Samstag Abend die große Straße zum Maidan zu sperren und zur Fußgängerzone zu erklären fanden wir sehr cool. Dort tummeln sich dann unzählige Straßenmusiker (auch mit Piano) und es herrscht eine sehr fröhliche Partystimmung in der ganzen Umgebung.

Andreas-Gasse (Andriyivsky Uzwiz)

Eine der berühmtesten historischen Straßen Kiews ist die Andreas Gasse. Oft wird diese Straße mit dem leichten Anstieg auch als „Montmartre Kiews“ bezeichnet und dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Am Beginn der Straße findet am Wochenende auch immer ein Markt statt, bei dem es von Essen über Hipster Kram und normalen Billig Ramsch und noch mehr Essen gibt.

Entlang der Straße gibt es dann einige Restaurants und Cafes und diverse Stände die auch ihre Waren feil bieten. Auf halbem Weg nach oben befindet sich auch die wunderschöne Andreas Kirche.

andreas Kirche Kiew bei Sonnenuntergang

Sie wurde ab 1749 für Katharina die Große von dem italienischen Baumeister Bartolomo Francesco Rastrello erbaut. Besonders interessant finde ich auch hier die Farbgebung 🙂

 

Das Höhlenkloster (Kijewo-Petscherska Lawra)

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Ein sehr spannendes Objekt ist das Höhlenkloster angesiedelt direkt neben dem Park des höchsten Ruhmes im Stadtteil Petschersk. Da es zum UNESCO Welterbe gehört ist es auch wunderschön instand gehalten und definitiv einen Besuch wert. Seit dem 11. Jahrhundert Mönche haben Mönche in den vielen Höhlen unter dem Kloster gelebt um möglichst abgeschieden zu sein. Einen Teil dieser Höhlen kann man auch besichtigen, doch an besonders heißen Tagen würde ich davon abraten, da es recht stickig werden kann da unten, und doch meist reicht viel los ist. Die „Petscheri“, also Höhlen, ziehen sich durch viele verwinkelte Gänge und meist hat nur 1 Person Platz im Gang. Etwas gruselig ist auch, dass in einigen Nischen Glassärge aufgestellt sind, in denen auch Mumien einige verstorbener Mönche liegen. Das gesamte Areal gilt als eine Wallfahrtsstätte russisch-orthodoxer Christen. Insgesamt also auch eine Empfehlung sich das mal anzusehen.

 

Hidropark

Der Hidropark ist ein Naherholungsgebiet auf der Djnepr Insel in Kiew. Der Hidropark bietet zahlreiche Wassersport- und Freizeitmöglichkeiten durch die angelegten Strände, Bootsverleihe und Sportanlagen. Außerdem gibt es rund 30 Restaurants & Bars und ein Kasino. Ein kleines Highlight ist die Flying Fox Anlage mit der man sich praktisch im Expressmodus vom Hügel oben, mit dem „Friendship Arch“ Monument, direkt in den Hidropark „abseilen“ kann.

Video dazu folgt noch 🙂

Besonders am Abend hat mein einen sehr schönen Ausblick von einigen Cocktail Bars zu der beleuchteten Brücke und kann am Sandstrand im Liegestuhl mit Cocktail in der Hand und Lounge Musik im Hintergrund dem bunten Treiben zusehen.

blick vom hidropark in kiew auf beleuchtete brücke

Mutter-Heimat Statue (Rodina Mat) und Gedenkpark

Mutter Heimat Statue Kiew

Mit ihren insgesamt 102 Metern ist die Statue ein sehr imposanter Anblick und ist schon von weitem gut sichtbar.

Insgesamt ist auch das ganze Areal sehr beeindruckend, da es eine Gedenkstätte ist, die an den Sieg der roten Armee im Zweiten Weltkrieg erinnern soll. Wer also gern Architektur und Statuen fotografiert, ist hier genau richtig 🙂 Massive Skulpturen und Soviet Abzeichen und Formen überall.

Sehr cool wäre auch gewesen wenn wir es auf die mini Aussichtsplattform geschafft hätten, die sich im Schild der Stature befindet. Leider geht das nur zu bestimmten Zeiten (und man braucht definitiv jemanden mit der Ukrainisch spricht) und wir waren gerade dort wo der Aufgang gesperrt war. Aber die Aussicht wäre sicher grandios gewesen.

Hier ein kleiner Überblick um die Relation der Größe zu erfassen.

größenvergleich der größten Statuen weltweit

Größenvergleich: 1. Zhongyuan Buddha (Lushan) 2. Freiheitsstatue (New York) 3. Mutter-Heimat-Statue (Wolgograd) 4. Cristo Redentor (Rio de Janeiro) 5. David von Michelangelo (Florenz)

 

Im Rahmen unseres Kiew Trips nutzen wir auch die Gelegenheit uns Tschernobyl anzusehen. Direkt vom Maidan Platz aus, gibt es diverse Touren mit Kleinbussen die den gesamten Tagesausflug organisieren.

Hier der Link zum Tschernobyl Tour Blogpost.

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